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KfW-Heizungsförderung: 90 % der Anträge für Wärmepumpen

KfW Heizungsförderung Wärmepumpe | KW Baustoffe GmbH

Die KfW hat im März 2026 mehr als 37.000 Förderanträge in der BEG-Heizungsförderung bewilligt. 90,5 Prozent davon entfielen auf Wärmepumpen – ein anhaltend hoher Anteil, der die dominante Stellung dieser Technologie in der geförderten Heizungssanierung bestätigt.

Wärmepumpen dominieren die KfW-Heizungsförderung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) veröffentlichte Mitte April 2026 die Förderzahlen für März: Von insgesamt 37.000 bewilligten Anträgen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Einzelmaßnahmen entfielen 90,5 Prozent auf Wärmepumpen. Holzheizungen und Solarthermie-Anlagen kamen zusammen auf weniger als zehn Prozent. Die Zahlen gelten als zuverlässiger Indikator für die tatsächliche Nachfrage im geförderten Heizungsmarkt.

Fördersätze und Antragsbedingungen

Der Grundfördersatz der BEG-Heizungsförderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 Euro erhalten zusätzlich einen Einkommensbonus von 30 Prozent. Wer eine funktionstüchtige Öl- oder Gasheizung vorzeitig ersetzt, kann den Klimageschwindigkeitsbonus von 20 Prozent beantragen. In der Spitze sind damit 70 Prozent Förderung möglich – bei förderfähigen Kosten von maximal 30.000 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser.

Pflicht: Der Förderantrag muss vor Beginn der Baumaßnahme gestellt und durch die KfW bewilligt sein. Die Installation muss durch ein eingetragenes Fachunternehmen erfolgen; erst danach wird die Förderung nach Vorlage der Nachweise ausgezahlt. Anträge werden ausschließlich über das KfW-Onlineportal eingereicht.

Erholung nach dem Einbruch von 2023

Der März-Wert bestätigt eine Marktberuhigung, die sich seit Mitte 2024 abzeichnet. Ende 2023 hatte der abrupte Förderstopp im Neubaubereich sowie die Debatte um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zu einem deutlichen Rückgang der Antragszahlen geführt. Seitdem erholen sich die Bewilligungen und stabilisieren sich auf einem Niveau, das Marktbeobachter als strukturelle Grundnachfrage bewerten – unabhängig von kurzfristigen politischen Impulsen.

Bemerkenswert ist der konstant hohe Wärmepumpen-Anteil. Selbst in Monaten mit saisonalen Schwankungen liegt er kaum unter 85 Prozent. Die Wärmepumpe ist in der geförderten Heizungssanierung kein Nischenprodukt mehr, sondern klar bevorzugte Technologie.

Einordnung: Was 37.000 Bewilligungen bedeuten

Zum Vergleich: Im Boomjahr 2022 wurden bundesweit rund 360.000 Wärmepumpen installiert. 2024 brach der Markt auf schätzungsweise 200.000 Einheiten ein – ein Rückgang, den der Branchenverband BWP auf politische Unsicherheit und gestiegene Installationskosten zurückführte. Die aktuellen KfW-Zahlen deuten auf eine moderate Erholung hin, nicht auf eine Rückkehr zu den Spitzenwerten von 2022.

Wichtig für die Einordnung: Die BEG-Statistik bildet ausschließlich geförderte Projekte ab. Gewerbliche Anlagen, Neubauten mit anderen Förderwegen und eigenfinanzierte Installationen fließen nicht ein. Die tatsächliche Gesamtinstallationszahl liegt daher deutlich höher als die KfW-Daten suggerieren.

Engpässe bei Fachkräften und Lieferzeiten

Trotz hoher Bewilligungszahlen berichten Installationsbetriebe von anhaltenden Engpässen. Qualifiziertes Personal fehlt, und für bestimmte Gerätetypen – insbesondere Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdwärmesonden – bestehen Wartezeiten von mehreren Monaten. Für Bauherren gilt: Angebote frühzeitig einholen und den Förderantrag zeitgleich mit der Auftragserteilung stellen.

Technisch hat sich das Produktangebot verbessert. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen Vorlauftemperaturen von bis zu 75 Grad Celsius – ausreichend für viele Altbauten der Baujahre 1970 bis 1990 ohne vollständige Wärmedämmung. Die erreichbare Jahresarbeitszahl hängt stark von Gebäudehülle und Heizkörperdimensionierung ab; eine individuelle Fachplanung ist daher unerlässlich.

NRW: Hohes Sanierungspotenzial in ländlichen Regionen

Nordrhein-Westfalen gehört mit rund 17 Millionen Einwohnern und einem hohen Anteil älterer Einfamilienhäuser zu den Bundesländern mit dem größten Sanierungspotenzial. In ländlichen Kommunen wie Drensteinfurt im Münsterland sind viele Haushalte noch auf Heizöl oder Erdgas angewiesen – genau die Zielgruppe der BEG-Heizungsförderung. Die anhaltend hohe Nachfrage zeigt, dass die Wärmewende auch in mittelständisch geprägten Regionen Fahrt aufnimmt.

KW Baustoffe GmbH in Drensteinfurt beobachtet die Marktentwicklung kontinuierlich und informiert Kunden sowie Fachpartner über aktuelle Förderkonditionen und technische Entwicklungen im Bereich klimaneutraler Heizsysteme.

Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und NRW können sich bei der KW PV Solutions UG zur Wärmepumpen-Förderung beraten lassen.

Quellen: Solarserver · top50-solar.de

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