Die KfW hat im April 2026 mehr als 35.000 Förderanträge für Heizungsmodernisierungen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bewilligt. Das Interesse an Wärmepumpen bleibt dabei stabil – obwohl die Antragszahlen gegenüber März leicht gesunken sind.
35.000 bewilligte Anträge im April
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verzeichnete im April 2026 mehr als 35.000 bewilligte Förderanträge für Heizungsmodernisierungen. Gegenüber dem Vormonat März 2026 bedeutet das einen Rückgang – der Jahresvergleich fällt jedoch klar positiv aus: Im April 2025 lagen die Bewilligungszahlen noch deutlich niedriger. Die Nachfrage nach klimafreundlichen Heizsystemen hat sich damit auf einem stabilen Niveau eingependelt.
Gefördert werden Maßnahmen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude Einzelmaßnahmen (BEG EM), darunter der Einbau von Wärmepumpen, Biomasse-Heizungen sowie Solarthermie-Anlagen. Die Wärmepumpe bleibt dabei die am häufigsten beantragte Technologie im BEG-Fördermix.
Wärmepumpen-Interesse trotz Marktdruck stabil
Die stabile Nachfrage bei Wärmepumpen überrascht angesichts des schwierigen Marktumfelds der vergangenen zwei Jahre. Nach einem spürbaren Einbruch 2024, als Unsicherheiten rund um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und verzögerte Förderzusagen der KfW die Nachfrage gedämpft hatten, zeigt sich 2026 eine klare Erholung. Experten führen dies auf verbesserte Planungssicherheit durch klar geregelte Förderbedingungen und gestiegene Energiepreise zurück.
Das BEG-Förderprogramm sieht für Wärmepumpen einen Grundfördersatz von 30 Prozent der förderfähigen Kosten vor. Durch den Klimageschwindigkeits-Bonus – bis zu 20 Prozentpunkte zusätzlich für Hausbesitzer, die eine funktionierende Öl- oder Gasheizung frühzeitig aufgeben – sowie einen Einkommens-Bonus von bis zu 30 Prozentpunkten für einkommensschwache Haushalte kann die Gesamtförderung auf bis zu 70 Prozent steigen. Die maximale Fördersumme liegt für selbstnutzende Eigentümer bei 30.000 Euro pro Maßnahme.
BEG EM: Was Antragsteller wissen müssen
Anträge im Rahmen von BEG EM müssen zwingend vor Beginn der Baumaßnahme bei der KfW eingereicht werden. Die Begleitung durch einen zugelassenen Energieeffizienz-Experten ist Pflicht – dieser bestätigt Planung und fachgerechte Ausführung. Neben Wärmepumpen fördert das Programm auch Pellet- und Holzheizungen, Solarthermie sowie Hybridheizungen, die erneuerbare Energien mit einem Gas-Backup kombinieren. Reine Gas- oder Ölheizungen erhalten keine Förderung über BEG EM.
Sinnvoll ergänzen lässt sich eine BEG-geförderte Wärmepumpe durch eine eigene Photovoltaikanlage. Wer den Solarstrom selbst erzeugt und direkt nutzt, senkt die laufenden Betriebskosten der Wärmepumpe erheblich. PV-Anlagen sind über BEG EM nicht direkt förderfähig, lassen sich aber über andere Programme und steuerliche Vorteile wirtschaftlich absichern.
Rückgang zum Vormonat: saisonal oder strukturell?
Der Rückgang der Bewilligungszahlen im April gegenüber März 2026 ist nach Einschätzung von Marktbeobachtern zumindest teilweise saisonal bedingt. Im Frühjahr steigen die Antragszahlen typischerweise an, wenn Handwerksbetriebe Aufträge für die wärmere Jahreszeit planen und akquirieren. Ob hinter dem April-Rückgang darüber hinaus ein struktureller Trend steckt, lässt sich auf Basis der vorliegenden Monatsdaten nicht abschließend beurteilen.
Auffällig ist jedoch, dass der Technologiemix innerhalb der bewilligten Anträge stabil geblieben ist. Der Anteil der Wärmepumpen am Fördervolumen hat sich nicht verringert. Das deutet darauf hin, dass die Verunsicherung der Vorjahre vorerst überwunden ist und der Markt die aktuellen Rahmenbedingungen zunehmend akzeptiert.
Was Hausbesitzer jetzt tun sollten
Wer 2026 eine Heizungsmodernisierung plant, sollte den BEG-Antrag frühzeitig stellen – also bevor der Heizkessel ausfällt und Zeitdruck entsteht. Ein zugelassener Energieberater hilft dabei, die optimale Förderstrategie zu entwickeln, die Kombination aus Technologien zu planen und alle notwendigen Unterlagen rechtzeitig vorzubereiten. In vielen Altbauten lässt sich eine Wärmepumpe auch ohne vollständige Gebäudedämmung wirtschaftlich betreiben – vorausgesetzt, Heizkörper oder Flächenheizungen sind auf die niedrigeren Vorlauftemperaturen der Pumpe abgestimmt.
Handwerksbetriebe aus Nordrhein-Westfalen berichten von anhaltend hoher Auslastung, insbesondere bei der Umrüstung von Einfamilienhäusern der Baujahre 1970 bis 1990. Die Kombination aus staatlicher Förderung, gestiegenen Energiepreisen und sinkenden Anschaffungskosten macht die Investition für viele Eigentümer wirtschaftlich attraktiv. KW Baustoffe GmbH in Drensteinfurt begleitet Handwerksbetriebe und Bauherren aus der Region mit dem passenden Produktsortiment für Heizungsmodernisierung und energetische Sanierung.
Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und NRW können sich bei der KW PV Solutions UG zur Wärmepumpen-Förderung und optimalen Heizungsplanung beraten lassen.
Quellen: Solarserver · top50-solar.de