Die KfW hat die Heizungsförderung im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit sofortiger Wirkung gestoppt. Nach einer rund dreiwöchigen Pause soll das Förderprogramm am 21. Juli mit neuen, stärker gestaffelten Regeln wieder starten.
KfW schaltet Förderportal ab, Neustart am 21. Juli
Die staatliche Förderbank KfW hat das Antragsportal für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Heizungsbereich kurzfristig abgeschaltet. Die Pause soll nach Angaben des Fachportals Solarserver rund drei Wochen dauern. Ab dem 21. Juli nimmt die KfW wieder Anträge entgegen – allerdings zu veränderten Konditionen.
Betroffen ist vor allem die Förderung für den Austausch alter Heizungsanlagen, etwa den Umstieg auf eine Wärmepumpe. Die BEG-Heizungsförderung ergänzt seit der Reform des Gebäudeenergiegesetzes die gesetzlichen Vorgaben zum Heizungstausch und ist für viele Bauherren ein zentraler Baustein der Finanzierung.
Für Antragsteller bedeutet die Pause zunächst: Neuanträge sind bis zum Neustart nicht möglich. Bereits gestellte und bewilligte Anträge sollen nach Angaben der KfW von der Umstellung nicht betroffen sein, sodass laufende Sanierungsvorhaben planmäßig weiterlaufen können.
Einkommensabhängig und degressiv: Was sich ändert
Nach dem Neustart soll die Förderstaffel stärker nach dem Einkommen der Antragsteller gestaffelt sein, wie aus einer von Solarserver veröffentlichten Übersicht hervorgeht. Zusätzlich wird die Förderung degressiv ausgestaltet – die Fördersätze sinken demnach mit steigendem Antragsvolumen beziehungsweise im Zeitverlauf, statt wie bisher über die gesamte Förderperiode konstant zu bleiben.
| Merkmal | Bisherige Förderung | Ab 21. Juli |
|---|---|---|
| Einkommensbezug | Einheitliche Bonusstufen | Stärker einkommensabhängig gestaffelt |
| Verlauf der Fördersätze | Konstant über die Laufzeit | Degressiv, mit sinkenden Sätzen |
| Antragsstopp | Durchgehend möglich | Erst wieder ab 21. Juli |
Konkrete Prozentsätze für die einzelnen Boni hat die KfW zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht im Detail kommuniziert. Bauherren sollten sich daher vor einer Antragstellung ab dem 21. Juli auf der KfW-Website über die exakten Konditionen informieren, da sich einzelne Bonusstufen gegenüber dem bisherigen Programm spürbar verschieben können.
Was Antragsteller jetzt beachten sollten
Wer eine Heizungssanierung plant, sollte die Wartezeit nutzen, um Angebote einzuholen und die Antragsunterlagen vorzubereiten. Handwerksbetriebe und Fachhändler empfehlen, Kostenvoranschläge frühzeitig einzuholen, damit der Antrag unmittelbar nach dem Neustart eingereicht werden kann. Wer zu lange wartet, riskiert, dass degressive Sätze bei hoher Antragsflut schneller sinken als erwartet.
- Bereits bewilligte Zusagen bleiben laut KfW von der Umstellung unberührt.
- Neuanträge sind erst wieder ab dem 21. Juli möglich.
- Die genauen neuen Fördersätze veröffentlicht die KfW erst zum Neustart.
- Fachbetriebe sollten Kunden aktiv über die Pause informieren, um Verunsicherung zu vermeiden.
Wärmepumpen im Münsterland: Regionale Einordnung
Im Münsterland, wo viele Ein- und Zweifamilienhäuser noch mit Öl- oder alten Gasheizungen beheizt werden, sorgt die Ankündigung für Verunsicherung. Handwerksbetriebe aus der Region berichten von Kunden, die ihre Sanierungsentscheidung wegen der Förderpause zunächst zurückstellen, statt jetzt verbindlich zu bestellen. KW Baustoffe in Drensteinfurt beobachtet ein ähnliches Bild bei Anfragen zu Wärmepumpen und Heizungskomponenten in den vergangenen Tagen.
Wer im Münsterland eine Heizungssanierung plant, kann sich vor Ort in Drensteinfurt zu aktuellen Förderbedingungen und passenden Anlagen beraten lassen, statt allein auf bundesweite Informationsportale angewiesen zu sein. Das regionale Fachwissen hilft dabei, die neuen Bonusregelungen korrekt auf den eigenen Sanierungsfall anzuwenden und den Zeitpunkt der Antragstellung sinnvoll zu planen.
Kombination mit eigener Solarstromerzeugung
Unabhängig von der genauen Förderhöhe bleibt die Kombination aus Wärmepumpe und eigener Photovoltaik-Anlage wirtschaftlich attraktiv, da ein Teil des Heizstroms selbst erzeugt werden kann. Für Neubauten und größere Sanierungen prüfen viele Bauherren daher beide Maßnahmen gemeinsam, um Förderprogramme und Eigenverbrauch optimal aufeinander abzustimmen. Gerade im Münsterland mit seinen vielen freistehenden Häusern bietet sich diese Kombination häufig an.
Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und dem Münsterland können sich bei der KW PV Solutions UG zur Wärmepumpen-Förderung beraten lassen.
Quellen: Solarserver · top50-solar.de