Inhaltsverzeichnis

Tags:

PV*Sol premium: 3D-Gebäudedaten beschleunigen PV-Planung

PV-Planung | KW Baustoffe GmbH

Der Softwarehersteller Valentin Software hat eine neue Schnittstelle für sein Planungsprogramm PV*Sol premium freigeschaltet. Ab sofort importiert das Programm automatisch 3D-Gebäudemodelle des Datenanbieters Rexplorer und beschleunigt damit die Planung von Solaranlagen erheblich. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Photovoltaik hat sich laut aktuellen Zahlen des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) zu einer tragenden Säule der deutschen Stromversorgung entwickelt.

Automatischer 3D-Import: So funktioniert die neue Schnittstelle

Die neue Schnittstelle zwischen PV*Sol premium und dem Datenanbieter Rexplorer importiert alle Gebäude im Umkreis von 100 Metern automatisch als 3D-Modelle. Die Positionen stimmen exakt mit den realen Koordinaten überein. Planer sparen sich damit die manuelle Nachbildung von Dachflächen und Nachbargebäuden.

Für die Planung einer Photovoltaik-Anlage ist die Verschattung durch umliegende Gebäude ein zentraler Faktor. Bislang mussten Installateure Nachbarhäuser oft von Hand nachbilden oder grob schätzen. Mit den importierten 3D-Daten lässt sich die Verschattungsanalyse deutlich präziser und schneller durchführen, wie Solarserver berichtet.

Automatisierte Gebäudedaten sind in der Solarbranche kein Novum. Mehrere Planungsprogramme binden inzwischen externe Vermessungs- oder Kartendienste ein, um Dachflächen und Umgebungsbebauung schneller abzubilden. Die Qualität hängt dabei stark von der Aktualität und Auflösung der zugrunde liegenden Geodaten ab – ein Punkt, den Anwender bei der praktischen Nutzung im Blick behalten sollten.

Photovoltaik überholt Braunkohle und Erdgas in der Stromerzeugung

Der Zeitpunkt der neuen Schnittstelle ist kein Zufall. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat zur Intersolar aktuelle Marktdaten vorgestellt, die das Wachstum der Branche belegen. Rund 6 Millionen Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 120 GWp sind mittlerweile in Deutschland installiert.

  • Photovoltaik erzeugte im vergangenen Jahr rund 19 Prozent des deutschen Nettostroms.
  • Braunkohle kam nur noch auf knapp 14 Prozent.
  • Erdgas lieferte rund 17 Prozent.
  • Einzig die Windenergie liegt mit etwa 27 Prozent noch vor der Photovoltaik.

„Bei der heimischen Stromerzeugung überholte die Photovoltaik im vergangenen Jahr die Braunkohle, die es auf einen Anteil von knapp 14 Prozent brachte, und das Erdgas mit einem Anteil von etwa 17 Prozent“, teilte der BSW-Solar laut einem Bericht von IKZ mit. Weitere Details zu den Marktdaten hat der Verband auf ikz-select.de veröffentlicht.

Der Zubau verteilt sich auf viele kleine und mittelgroße Projekte. Neben privaten Dachanlagen auf Einfamilienhäusern tragen zunehmend auch Gewerbedächer und Freiflächenanlagen zum Wachstum bei. Für Fachbetriebe bedeutet das ein breiteres, aber auch komplexeres Auftragsspektrum.

Was das für Installateure im Münsterland bedeutet

Schnellere Planungswerkzeuge wirken sich direkt auf die Angebotserstellung aus. Betriebe im Münsterland, die täglich mehrere Dachbegehungen und Angebote kalkulieren, gewinnen durch automatisierte 3D-Daten wertvolle Zeit. Gerade in dicht bebauten Ortskernen rund um Drensteinfurt, Ahlen oder Beckum spielt die Verschattung durch Nachbargebäude eine größere Rolle als auf freistehenden Hofstellen im Umland.

Für ein typisches Einfamilienhaus in der Region mit einer Dachfläche von rund 40 Quadratmetern rechnen Installateure meist mit einer Anlage zwischen 8 und 10 kWp, ergänzt um einen Energiespeicher mit 8 bis 10 kWh. Eine präzisere Verschattungsprognose hilft, den tatsächlichen Ertrag realistischer zu kalkulieren, bevor die Anlage bestellt wird.

KW Baustoffe beliefert Fachbetriebe im Münsterland mit Komponenten für die Photovoltaik-Planung direkt ab Lager in Drensteinfurt. Kurze Wege zwischen Planung, Bestellung und Abholung wirken sich zusätzlich auf die Durchlaufzeit von Projekten aus.

Investitionsmotor Photovoltaik – und was Fachbetriebe jetzt beachten sollten

Der BSW-Solar betont, dass die Photovoltaik längst zu einem Investitionsmotor für die Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche geworden ist. Steigende Stückzahlen bedeuten mehr Planungs- und Installationsaufträge für Handwerksbetriebe, aber auch mehr Zeitdruck in der Projektierung.

Werkzeuge wie die neue PV*Sol-Schnittstelle setzen genau hier an: Sie verkürzen die Zeit zwischen Erstberatung und verbindlichem Angebot. Für Betriebe, die im Münsterland mit begrenzten Personalkapazitäten arbeiten, kann das den Unterschied machen, wie viele Projekte pro Woche realistisch kalkuliert werden können.

Wer PV*Sol premium bereits im Einsatz hat, sollte die neue Schnittstelle vor dem produktiven Einsatz an einem bekannten Referenzobjekt testen. So lässt sich prüfen, ob die importierten 3D-Daten mit den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort übereinstimmen.

Bei stark verwinkelten Dächern oder kürzlich errichteten Neubauten kann die Datenbasis von Rexplorer noch lückenhaft sein. Eine Vor-Ort-Begehung ersetzt die automatisierte Planung deshalb weiterhin nicht vollständig, sie verkürzt aber den Aufwand für die Ersterfassung deutlich.

Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und dem Münsterland können sich bei der KW PV Solutions UG zur PV-Planung beraten lassen.

Quellen: Solarserver · IKZ

Tags: