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EEG-Novelle: Reiche streicht Solarförderung unter 25 kW

Balcony solar panels in Wesenberg Germany vertically aligned (Symbolbild: EEG-Novelle)
Foto: RobbieIanMorrison / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) warnt vor drastischen Jobverlusten, sollte die von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche geplante Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wie vorgesehen umgesetzt werden. Kern des Streits: Die Ministerin will die Einspeisevergütung für Solaranlagen unter 25 Kilowatt Leistung komplett streichen – auch die KSE Energie GmbH, der Energieversorger der vier großen christlichen Kirchen Baden-Württembergs, schlägt deswegen Alarm.

Ministerium plant Streichung der Einspeisevergütung für Kleinanlagen

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche bringt eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auf den Weg, die die Förderlandschaft für kleine Photovoltaik-Anlagen grundlegend verändern würde. Kern des Entwurfs: Betreiber von Solaranlagen mit weniger als 25 Kilowatt Leistung sollen künftig keine EEG-Vergütung mehr erhalten. Bislang sichert das Erneuerbare-Energien-Gesetz Betreibern solcher Anlagen einen festen Einspeisetarif für eingespeisten Solarstrom zu.

Betroffen wären damit fast alle Einfamilienhaus-Anlagen sowie viele kleinere Gewerbe- und Vereinsdächer – von der klassischen Reihenhaus-PV bis zur Solaranlage auf dem Gemeindesaal. Die Pläne stecken noch im Gesetzgebungsverfahren, sorgen aber bereits jetzt für erheblichen Widerstand aus Verbänden und Betreiberkreisen.

Solarverband warnt vor Rückschlägen für den Ausbau

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat sich mit deutlicher Kritik zu Wort gemeldet. Der Verband warnt vor drastischen Folgen der geplanten Novelle für den weiteren Ausbau der Solarenergie in Deutschland – bis hin zu Arbeitsplätzen in Handwerk, Vertrieb und Installation, die an einem verlässlichen Fördersystem hängen. Ohne wirtschaftliche Perspektive für Kleinanlagen drohe ein spürbarer Nachfrageeinbruch, so die Einschätzung der Branche.

Für Installationsbetriebe im gesamten Bundesgebiet, auch im Münsterland, wäre ein solcher Einbruch spürbar: Kleinanlagen unter 25 Kilowatt stellen einen erheblichen Teil des Auftragsvolumens im Ein- und Zweifamilienhausbereich dar.

Kirchlicher Energieversorger schlägt ebenfalls Alarm

Nicht nur die Solarwirtschaft ist alarmiert. Auch die KSE Energie GmbH (KSE), der gemeinsame Energieversorger der vier großen christlichen Kirchen Baden-Württembergs, verfolgt die Berliner Debatte ‚mit großer Sorge‘, wie Geschäftsführer Jan Bergenthum Mitte Juli 2026 mitteilte.

‚Wenn sich Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mit ihren Plänen durchsetzt, die EEG-Vergütung für kleine Solaranlagen mit weniger als 25 Kilowatt Leistung komplett zu streichen, wäre bei uns ein erhebliches Entwicklungspotenzial betroffen‘, so Bergenthum.

Kirchengemeinden zählen zu den typischen Betreibern kleiner Solaranlagen: Gemeindehäuser, Pfarrhäuser und Kirchendächer – etwa das der Kirche in Kippenheim – eignen sich oft für PV-Anlagen im Leistungsbereich unterhalb der geplanten Förderschwelle. Fällt die Vergütung weg, verlieren solche Projekte einen wichtigen Teil ihrer Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Wer von der 25-Kilowatt-Grenze betroffen wäre

  • Einfamilien- und Zweifamilienhäuser mit klassischen Dachanlagen
  • Kleine Gewerbebetriebe, Handwerksbetriebe und Vereine
  • Kirchengemeinden und kirchliche Träger mit Gemeindegebäuden
  • Mehrfamilienhäuser mit kleineren Gemeinschaftsanlagen

Für all diese Betreiber würde sich die Wirtschaftlichkeit einer neuen Anlage künftig fast ausschließlich über den Eigenverbrauch entscheiden. Ein Energiespeicher, der überschüssigen Solarstrom für den Abend oder die Nacht vorhält, würde damit vom optionalen Zubehör zur wirtschaftlichen Notwendigkeit.

Bedeutung für Hausbesitzer im Münsterland

Für Bauherren und Sanierer im Münsterland ist die Debatte mehr als Berliner Theorie. Wer aktuell eine kleine Dachanlage für ein Einfamilienhaus plant, sollte die Förderlage bei Antragstellung und Inbetriebnahme im Blick behalten – denn Bestandsanlagen genießen in der Regel Vertrauensschutz, während neue Projekte von einer Gesetzesänderung unmittelbar betroffen wären. KW Baustoffe in Drensteinfurt berät Hausbesitzer und Handwerksbetriebe aus der Region zu Anlagengröße, Speicherauslegung und Zeitplanung, damit Projekte nicht zwischen zwei Förderregimen hängen bleiben.

Wie es politisch weitergeht

Die Debatte um die EEG-Novelle läuft in Berlin bereits seit Wochen, ein endgültiger Gesetzestext lag Mitte Juli 2026 noch nicht vor. Verbände wie der BSW-Solar sowie kirchliche und kommunale Energieversorger fordern Nachbesserungen, bevor der Entwurf in den Bundestag eingebracht wird. Für die Solarbranche und ihre Kunden bleibt bis dahin Unsicherheit – ein Zustand, den Installateure bei der Planung neuer Projekte derzeit einkalkulieren müssen. Aktuelle Informationen zum Gesetzgebungsverfahren veröffentlicht das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und dem Münsterland können sich bei der KW PV Solutions UG zur Photovoltaik-Förderung beraten lassen.

Quellen: Sonnenseite.com · Solarserver.de

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