Hager und LumenHaus präsentieren auf der The smarter E Europe 2026 in München ganzheitliche Lösungen für die Gebäude-Energiewende: Energiemanagement, Ladetechnik, Heimspeicher und KI-Systeme sollen Erzeugung und Verbrauch im Gebäude intelligent verbinden.
Hager: Energiemanagement, Ladetechnik und Mieterstrom
Hager baut sein Portfolio für die Gebäude-Energiewende weiter aus und setzt auf drei Schwerpunkte: Energiemanagement, Ladetechnik und Mieterstrom. Das Unternehmen richtet sich damit an Elektroinstallateure und Gebäudeverwalter, die Solarstrom sinnvoll in bestehende Strukturen einbinden wollen.
Im Bereich Energiemanagement zeigt Hager Systemlösungen, die die Erzeugung aus der Photovoltaik-Anlage mit Verbrauchsprofilen und Netzbezug koordinieren. Ziel ist die Maximierung des Eigenverbrauchs und die Reduzierung von Netzkosten. Ergänzend präsentiert das Unternehmen Ladetechnik, die das Laden von Elektrofahrzeugen mit dem Gebäudemanagement verknüpft — dynamisches Lastmanagement soll dabei Netzüberlastung verhindern.
Mieterstrom-Modelle sind ein drittes Standbein des Messeauftritts. Seit das Solarpaket I die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung vereinfacht hat, gewinnen solche Konzepte in Mehrfamilienhäusern an Bedeutung. Installateure können Immobilienverwaltern ein Komplettpaket aus einer Hand anbieten — von der Solaranlage bis zur Mieterabrechnung.
Hager ist vor allem als Hersteller von Elektroinstallationstechnik bekannt: Verteiler, Leitungsschutzschalter, Schaltgeräte. Die Erweiterung in Richtung Energiemanagement und Ladetechnik ist Teil einer strategischen Neuausrichtung, mit der das Unternehmen seinen Anteil an der wachsenden Nachfrage nach integrierten Gebäudelösungen ausbauen will. Für Installateure, die bisher nur auf Verteiler- und Schaltgeräteebene mit Hager arbeiteten, ergibt sich damit ein erweitertes Leistungsangebot.
LumenHaus: Ganzheitliche Systemlösung mit KI-Steuerung
LumenHaus ist auf der The smarter E Europe 2026 vom 23. bis 25. Juni in München vertreten (Halle C2, Stand 420). Das Unternehmen zeigt, wie künstliche Intelligenz die Integration dezentraler Energiesysteme automatisch optimieren kann. Das Konzept verbindet Wärmepumpe, Heimspeicher, Solaranlage und Ladestation zu einem lernenden Verbundsystem.
Das KI-System soll aus dem Nutzungsverhalten der Bewohner lernen und Prognosen für Erzeugung und Verbrauch erstellen. Auf dieser Grundlage regelt das System automatisch, wann Strom gepuffert, wann das Elektrofahrzeug geladen und wann Energie ins Netz eingespeist wird. Der Grad der tatsächlichen Automatisierung in unabhängigen Praxistests ist bislang nicht öffentlich dokumentiert.
Prof. Dr.-Ing. Volker Quaschning von der HTW Berlin ist als wissenschaftlicher Begleiter am Stand vertreten. Der Energieforscher verleiht dem Messeauftritt eine akademische Einordnung und bietet Fachbesuchern die Möglichkeit, aktuelle Forschungsergebnisse direkt mit konkreten Produktlösungen zu verknüpfen. Stefan Kießling tritt als Markenbotschafter für LumenHaus auf.
LumenHaus adressiert Installateure und Fachpartner mit dem Versprechen einfacher Integration und schlanker Inbetriebnahme. Der Handwerksbetrieb soll das System in kurzer Zeit in Betrieb nehmen können. Für fundierte Kaufentscheidungen empfehlen sich externe Praxisberichte und Herstellervergleiche durch unabhängige Fachverbände.
Sektorenkopplung als Leitthema der Messe
Beide Aussteller spiegeln einen breiteren Messetrend: Sektorenkopplung — die Verknüpfung von Strom, Wärme und Mobilität — ist 2026 kein Zukunftsthema mehr, sondern Messe-Standard auf der The smarter E Europe. Wallbox-Lösungen, integriert in PV- und Wärmepumpen-Systeme, werden von mehreren Ausstellern als Komplettpakete vermarktet.
Für Installateure bedeutet dieser Trend: Gewerkübergreifendes Denken wird zum Wettbewerbsvorteil. Wer nur einzelne Gewerke anbietet — Dach, Heizung oder PV isoliert —, verliert gegenüber Systemintegratoren an Marge und Relevanz. Schulungen und Partnerprogramme der Hersteller werden damit zu einem entscheidenden Auswahlkriterium.
Der regulatorische Druck verstärkt diesen Trend: Das Gebäudeenergiegesetz und steigende CO₂-Kosten erhöhen den Handlungsdruck bei Hausbesitzern und Vermietern. Lösungen, die mehrere Gewerke nahtlos verbinden, haben einen strukturellen Marktvorteil gegenüber Einzelprodukten ohne Systemintegration.
Einordnung für Fachbesucher und Installateure
Messeauftritte haben naturgemäß Marketingcharakter. Belastbare Effizienz-Benchmarks oder unabhängige Systemvergleiche sind auf der The smarter E Europe nicht zu erwarten. Für Installateure und Gewerbekunden empfiehlt sich eine Ergänzung der Messeeindrücke durch Tests des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW), Fachmedienberichte und Praxiserfahrungen aus laufenden Projekten.
KW Baustoffe GmbH aus Drensteinfurt führt als regionaler Fachhandel Produkte verschiedener Hersteller in den Bereichen Photovoltaik, Speicher und Systemtechnik und bietet damit eine herstellerneutrale Vergleichsgrundlage für Installateure und Gewerbekunden in NRW.
Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und NRW können sich bei der KW PV Solutions UG zu Photovoltaik- und Wärmepumpen-Systemlösungen beraten lassen.
Quellen: photovoltaik.eu · Solarserver