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Netzanschlusspaket: Kabinett schwächt Vorrang für Ökostrom

Netzanschlusspaket | KW Baustoffe GmbH

Das Bundeskabinett will den Netzanschluss-Vorrang für neue Ökostrom-Projekte zurückfahren. Parallel streiten Regierung, Bundesrat und Windbranche über die Zukunft der Offshore-Windenergie. Beide Vorhaben entscheiden mit darüber, wie schnell und zu welchen Kosten neue Erzeugungsanlagen ans Netz kommen.

Das sieht das Netzanschlusspaket vor

Das Bundeskabinett hat sich auf Änderungen an der Gesetzgebung verständigt, die erneuerbaren Anlagen bislang bevorzugten Zugang zum Stromnetz gibt. Grundlage ist das Netzanschlusspaket des Bundeswirtschaftsministeriums. Es soll neue Projekte besser auf die Kapazität der Netze abstimmen, die den erzeugten Strom transportieren müssen.

Das Paket enthält drei Kernpunkte. Der Anschlussvorrang für neue Projekte soll zurückgefahren werden. In Gebieten mit Netzengpässen sollen Entschädigungen für abgeregelten Strom begrenzt werden. Außerdem dürfen Netzbetreiber Investoren teilweise an den Kosten für Netzertüchtigungen beteiligen.

Bisher müssen Netzbetreiber Anschlussanfragen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien vorrangig bearbeiten. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert zudem eine Vergütung für den eingespeisten Strom. Diese Kombination gibt Investoren Planungssicherheit und erleichtert die Finanzierung. Sie gilt als wichtiger Treiber des bisherigen Ausbaus.

Netzausbau hinkt dem Zubau hinterher

Der Hintergrund ist bekannt: Der Netzausbau ist dem Zubau erneuerbarer Erzeugung in Deutschland nicht hinterhergekommen. Wo Leitungen und Umspannwerke fehlen, müssen Anlagen gedrosselt werden. Die Reform soll diesen Widerspruch auflösen, indem sie Projekte stärker an der verfügbaren Netzkapazität ausrichtet.

Ob der Umbau die Energiewende bremst, ist umstritten. Das Portal Clean Energy Wire stellt genau diese Frage in einem Frage-und-Antwort-Beitrag. Aus Sicht von Investoren liegt der Konflikt auf der Hand: Wer weniger Vorrang, begrenzte Entschädigung und mögliche Netzkosten einkalkulieren muss, rechnet Projekte vorsichtiger. Wie stark sich das auswirkt, hängt von der konkreten Ausgestaltung ab.

Die Pläne zielen auf neue Projekte. Wie bestehende Anlagen behandelt werden, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Offshore-Wind: Streit um WindSeeG und Flächenplan

Auch auf See stockt der Ausbau. Die Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) soll dem entgegenwirken. Zugleich hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) einen neuen Flächenentwicklungsplan für Offshore-Windparks vorgelegt. Er betrifft die Frage, welche Meeresflächen künftig für Windparks infrage kommen.

Zu beiden Regelwerken läuft eine Debatte. Wie Solarserver berichtet, gibt es zwischen Regierung, Bundesrat und Windbranche noch Streitpunkte. Welche das im Einzelnen sind, nennt die Quelle nicht. Der Ausgang ist damit offen.

Für Haushalte und Betriebe im Münsterland zählt am Ende, wie viel Erzeugung ins Netz kommt und wie belastbar dieses Netz ist. Offshore-Strom und regionale Anlagen hängen an derselben Infrastruktur.

Was das für das Münsterland bedeutet

Für Hausbesitzer mit kleiner Photovoltaik-Anlage ändert sich nach den vorliegenden Informationen zunächst nichts Konkretes. Die Pläne richten sich auf neue Projekte und auf Gebiete mit Netzengpässen. Das Gesetzgebungsverfahren läuft allerdings noch, der Text kann sich ändern.

Stärker berührt sind größere Vorhaben, etwa gewerbliche und landwirtschaftliche Dachanlagen oder Freiflächenprojekte. Ein Batteriespeicher kann dazu beitragen, Einspeisespitzen abzufedern, wo das Netz knapp ist. Ob und wie das künftig honoriert wird, hängt von den endgültigen Regeln ab.

Wer im Münsterland plant, sollte die Netzanschlussbedingungen früh mit dem örtlichen Netzbetreiber klären. Mögliche Kostenbeteiligungen gehören in die Wirtschaftlichkeitsrechnung. Installateure sollten Kunden darauf hinweisen, dass sich Anschluss- und Vergütungsregeln noch verschieben können. Fragen zur Materialplanung beantwortet das Team von KW Baustoffe auch persönlich in Drensteinfurt.

Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und dem Münsterland können sich bei der KW PV Solutions UG zur Netzanschluss-Planung beraten lassen.

Quellen: Solarserver · Clean Energy Wire

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