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Mieterstrom-PV: Studie warnt vor Wegfall der Einspeisevergütung

Mieterstrom Photovoltaik Einspeisevergütung | KW PV Solutions UG

Stand April 2026 warnt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag von Green Planet Energy davor, dass der geplante Wegfall der Einspeisevergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zahlreiche Mieterstrom-Photovoltaikprojekte in Deutschland finanziell unrentabel machen würde. Besonders betroffen wären kleine und mittlere Anlagen, die auf Mehrfamilienhäusern oder Wohngebäuden betrieben werden.

Die Diskussion um die künftige Ausgestaltung des EEG nimmt konkrete Formen an — und die Folgen für Mieterinnen und Mieter könnten erheblich sein. Laut der im April 2026 veröffentlichten IW-Studie im Auftrag des Ökostromanbieters Green Planet Energy würde ein Streichen der gesetzlichen Einspeisevergütung für Mieterstrom-Photovoltaikanlagen deren wirtschaftliche Grundlage in vielen Fällen zerstören.

Derzeit erhalten Betreiber von Mieterstromsystemen eine garantierte Vergütung für den Solarstrom, den sie nicht direkt an die Mieter im Gebäude absetzen können. Dieser überschüssige Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist und zu einem festgelegten Satz vergütet. Fällt diese Einspeisevergütung weg, verlieren Betreiber eine wesentliche Einnahmequelle, die für die Refinanzierung der Anlage entscheidend ist.

Die Studie analysiert verschiedene Anlagengrößen und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Gerade kleinere Anlagen zwischen 10 und 30 Kilowatt peak, die häufig auf Wohngebäuden mit wenigen Einheiten installiert werden, wären ohne Einspeisevergütung kaum noch wirtschaftlich zu betreiben. Bei größeren Anlagen verbessert sich die Lage zwar etwas, da ein höherer Anteil des erzeugten Stroms direkt vor Ort verbraucht werden kann — doch auch hier bleibt die Wirtschaftlichkeit angespannt.

Für die Energiewende im Mietersegment hätte ein solcher Einschnitt weitreichende Folgen. Mieterstrom gilt als wichtiges Instrument, um auch Haushalte ohne Eigenheim an den Vorteilen der Solarenergie teilhaben zu lassen. Wer zur Miete wohnt, kann keine eigene Dachanlage betreiben — Mieterstromkonzepte schließen diese Lücke. Werden solche Projekte unrentabel, dürften Investitionen in diesen Bereich deutlich zurückgehen.

Green Planet Energy und andere Akteure der Erneuerbaren-Branche fordern daher, die Einspeisevergütung für Mieterstromsysteme im EEG beizubehalten oder durch gleichwertige Fördermechanismen zu ersetzen. Eine ersatzlose Streichung würde nach Ansicht der Studienautoren dem politischen Ziel, Solarenergie breit in der Bevölkerung zu verankern, widersprechen.

Für Hauseigentümer, Wohnungsbaugesellschaften und Investoren, die Mieterstromkonzepte planen oder bereits betreiben, ist die aktuelle Debatte um das EEG daher genau zu verfolgen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen haben direkten Einfluss auf Rentabilität und Planungssicherheit solcher Projekte.

Quelle: Solarserver (https://www.solarserver.de/2026/04/13/studie-ohne-einspeiseverguetung-photovoltaik-mieterstrom-nicht-wirtschaftlich/)

Wer Fragen zur Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen — auch im Mieterstromkontext — hat, kann sich an KW PV Solutions UG in Drensteinfurt wenden.

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