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EEG 2027: Mieterstrom ohne Einspeisevergütung in Gefahr

Mieterstrom Einspeisevergütung EEG 2027 | KW PV Solutions UG

Stand April 2026 warnt eine neue Studie eindringlich davor, dass der im Referentenentwurf zum EEG 2027 vorgesehene Wegfall der Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik-Dachanlagen das Mieterstromkonzept in Deutschland massiv gefährdet. Betroffen wären Millionen von Mieterinnen und Mietern, die bislang von lokal erzeugtem Solarstrom direkt auf ihrem Dach profitieren können.

Die Diskussion um das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2027 nimmt Fahrt auf — und sie hat eine brisante Wendung genommen. Eine aktuelle Studie, die im April 2026 veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass der geplante Streichung der Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik-Dachanlagen dem Mieterstrommarkt in Deutschland schweren Schaden zufügen würde.

Mieterstrom bezeichnet ein Modell, bei dem Solarstrom, der auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses erzeugt wird, direkt an die dort lebenden Mieterinnen und Mieter geliefert wird — ohne den Umweg über das öffentliche Netz. Dieses Modell gilt als wichtiger Baustein für die Energiewende im Gebäudesektor, da es gerade einkommensschwächeren Haushalten Zugang zu günstigerem, grünem Strom ermöglicht.

Das Problem: Wirtschaftlich trägt sich Mieterstrom häufig nur dann, wenn überschüssiger Strom, der nicht direkt im Gebäude verbraucht wird, gegen eine Vergütung ins öffentliche Netz eingespeist werden kann. Genau diese Einspeisevergütung soll laut dem aktuellen Entwurf zum EEG 2027 für kleine Dachanlagen entfallen. Die Studie zeigt, dass ohne diese Einnahme die Wirtschaftlichkeit vieler Mieterstrom-Projekte nicht mehr gegeben ist — Investoren und Anbieter würden sich aus dem Markt zurückziehen.

Besonders kritisch ist die Lage in städtischen Gebieten, wo der Mietanteil an der Gesamtbevölkerung besonders hoch ist. Gerade dort könnten Mieterinnen und Mieter von den Vorteilen der Energiewende abgehängt werden, während Eigenheimbesitzer weiterhin von Solaranlagen profitieren. Dies würde die ohnehin bestehende Ungleichheit beim Zugang zu erneuerbaren Energien weiter verschärfen.

Die Studie empfiehlt dem Gesetzgeber, die Einspeisevergütung für Anlagen im Mieterstromkontext beizubehalten oder gezielte Ersatzregelungen zu schaffen, die die Wirtschaftlichkeit solcher Projekte sicherstellen. Alternativ könnten höhere Direktliefervergütungen oder vereinfachte Abrechnungsmodelle helfen, den Wegfall der Netzeinspeisung zumindest teilweise zu kompensieren.

Die Bundesregierung steht damit vor einer wichtigen Weichenstellung: Wird das EEG 2027 in seiner aktuellen Form verabschiedet, droht ein Rückschlag für eines der wenigen Instrumente, das Solarenergie auch für Miethaushalte zugänglich macht. Branchenverbände und Umweltorganisationen haben bereits angekündigt, sich in den parlamentarischen Beratungsprozess einzubringen und Nachbesserungen zu fordern.

Für Vermieterinnen und Vermieter sowie Wohnungsgesellschaften bedeutet die aktuelle Unsicherheit, dass geplante Investitionen in Mieterstrom-Anlagen derzeit schwer kalkulierbar sind. Bis zur finalen Verabschiedung des Gesetzes bleibt die Lage offen.

Quelle: Sonnenseite (https://www.sonnenseite.com/de/politik/studie-ohne-einspeiseverguetung-geraet-mieterstrom-in-gefahr/)

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