Sunenergy XT, vormals als Sunlit Solar am Markt, hat mit dem 500 Pro AC Core einen Batteriespeicher vorgestellt, der sich an bestehende Photovoltaikanlagen andocken lässt, ohne den vorhandenen Wechselrichter zu ersetzen. Der Hersteller reagiert damit auf einen wachsenden Bedarf: Viele PV-Anlagenbesitzer wollen nachträglich Strom speichern, ohne ihre komplette Technik zu erneuern. Parallel zeigt ein aktuelles Komplettpaket aus 15,6 kWp Solarmodulen, Deye-Speicher und bifazialen JA-Solar-Modulen, wie unterschiedlich die Wege in die eigene Energieversorgung mittlerweile sind.
AC-Kopplung statt Wechselrichtertausch
Der 500 Pro AC Core setzt auf AC-Kopplung: Das System wird auf der Wechselstromseite an die bestehende Photovoltaikanlage angeschlossen, unabhängig vom vorhandenen Wechselrichter. Anders als bei DC-gekoppelten Nachrüstlösungen muss der Bestandswechselrichter weder getauscht noch um einen Hybrid-Wechselrichter ergänzt werden.
Das senkt den Installationsaufwand deutlich, besonders bei Anlagen, die vor dem eigentlichen Speicherboom ab etwa 2013 gebaut wurden und reine Einspeise-Wechselrichter ohne Speicheranbindung nutzen. Für diese Bestandsanlagen war eine Nachrüstung bislang oft nur mit zusätzlichem Wechselrichtertausch möglich – ein Kostenfaktor, der viele Betreiber bislang abschreckte.
Warum das für Bestandsanlagen im Münsterland zählt
Im Münsterland wurden zwischen 2010 und 2013 zahlreiche Solaranlagen auf Einfamilienhäusern installiert, lange bevor Batteriespeicher zum Standardzubehör wurden. Deren Besitzer speisten den überschüssigen Strom bislang überwiegend ins Netz ein, weil eine Nachrüstung technisch aufwendig und teuer war.
Mit AC-gekoppelten Lösungen wie dem 500 Pro AC Core sinkt diese Hürde. KW Baustoffe in Drensteinfurt berät Hausbesitzer aus der Region regelmäßig zu genau dieser Frage: Lohnt sich eine Nachrüstung für die eigene, teils zehn Jahre alte Anlage, oder ist ein Komplettaustausch sinnvoller? Pauschal beantworten lässt sich das nicht – die Antwort hängt von Zustand und Leistung des Bestandswechselrichters ab.
Komplettpaket als Alternative: 15,6 kWp mit Deye-Speicher und bifazialen JA Solar-Modulen
Wer ohnehin eine neue Anlage plant, sieht aktuell auch Komplettangebote im Markt: Ein von notebookcheck.com beschriebenes Paket kombiniert eine 15,6 kWp starke Solaranlage mit einem Speicher des chinesischen Herstellers Deye und bifazialen Modulen von JA Solar, inklusive Montagesystem, zu einem Rabatt von 26 Prozent gegenüber dem Listenpreis.
Bifaziale Module nehmen Licht auf beiden Seiten auf und nutzen so auch reflektiertes Licht von hellen Dachflächen oder dem Untergrund. Bei optimaler Montagehöhe und -ausrichtung kann das den Ertrag gegenüber klassischen Modulen leicht erhöhen, in der Praxis hängt der Effekt aber stark vom Einzelfall ab.
Rabattaktionen kritisch betrachten
Ein Nachlass von 26 Prozent klingt zunächst attraktiv. Wichtig ist jedoch, wonach sich dieser Rabatt bemisst: Bei reinen Online-Bundles ist der Vergleichspreis oft die unverbindliche Preisempfehlung des Anbieters, nicht der tatsächliche Marktpreis eines regionalen Fachbetriebs. Deye und JA Solar sind im deutschen Markt etabliert, verfügen aber über ein anderes Service- und Garantienetz als Hersteller wie SMA, Kostal oder Huawei, die über deutsche oder europäische Vertriebsstrukturen direkten Support anbieten.
Offen bleibt bei solchen Paketangeboten häufig, wer die Installation übernimmt, wie der Garantiefall in Deutschland abgewickelt wird und ob die Komponenten fest aufeinander abgestimmt sind oder lediglich im selben Paket verkauft werden. Wer sich für ein günstiges Komplettpaket entscheidet, sollte diese Punkte vor dem Kauf klären, statt sich allein am Rabatt zu orientieren.
Was Käufer vor der Entscheidung prüfen sollten
Vor jeder Nachrüstung oder Neuanschaffung lohnt ein Blick auf drei Punkte:
- Ist der vorhandene Wechselrichter mit dem gewählten AC-Speicher kompatibel, und erlischt bei einer Fremdkomponente die bestehende Garantie?
- Übernimmt ein zertifizierter Fachbetrieb die Installation und die Anmeldung im Marktstammdatenregister sowie beim Netzbetreiber?
- Passt die Speicherkapazität zum tatsächlichen Verbrauchsprofil des Haushalts, statt sich nur an der günstigsten verfügbaren Größe zu orientieren?
Die technischen Anforderungen an den Netzanschluss von Erzeugungs- und Speicheranlagen regelt in Deutschland unter anderem das Erneuerbare-Energien-Gesetz, die sicherheitstechnischen Vorgaben legt der VDE in seinen Anwendungsregeln fest. Beide Regelwerke sind bei einer Nachrüstung ebenso zu beachten wie bei einer Neuinstallation.
Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und dem Münsterland können sich bei der KW PV Solutions UG zur Speicher-Nachrüstung beraten lassen.
Quellen: notebookcheck.com · photovoltaik.eu