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Rabot Energy: PV-Direktvermarktung ab 2030 Pflicht

PV-Direktvermarktung | KW Baustoffe GmbH

Drei Energieanbieter wollen Betreibern kleiner Photovoltaik-Anlagen den Einstieg in die Direktvermarktung erleichtern. Rabot Energy, Clever-PV und Inexogy kündigten ein gemeinsames Modell an, das starten soll, sobald die geplante EEG-Novelle in Kraft tritt. Ab 2030 soll Direktvermarktung für neue Solaranlagen zur Pflicht werden – die bisherige Einspeisevergütung entfällt dann für diese Anlagen.

Drei Anbieter bündeln Kräfte für kleine Solaranlagen

Rabot Energy, Clever-PV und Inexogy haben ein gemeinsames Angebot für die Direktvermarktung von Solarstrom aus kleinen Photovoltaik-Anlagen angekündigt. Bislang lohnt sich Direktvermarktung vor allem für große Solar- und Windparks, weil der administrative Aufwand für kleine Dachanlagen meist zu hoch war. Die drei Unternehmen wollen diesen Prozess bündeln und automatisieren, sodass auch Betreiber von Einfamilienhaus-Anlagen teilnehmen können.

Starten soll das Modell erst, wenn die geplante Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes verabschiedet ist. Einen genauen Fahrplan für die technische Umsetzung nannten die Anbieter bislang nicht.

Was Direktvermarktung für Anlagenbetreiber bedeutet

Bei der Direktvermarktung verkauft ein Vermarkter den erzeugten Strom an der Strombörse, statt dass der Netzbetreiber eine feste EEG-Vergütung zahlt. Bislang gilt dieses Modell verpflichtend erst für Anlagen oberhalb bestimmter Leistungsgrenzen, während kleinere Dach-Anlagen die feste Einspeisevergütung erhalten. Wechselt eine Anlage in die Direktvermarktung, hängt die Vergütung stärker vom Marktpreis zum Zeitpunkt der Einspeisung ab.

Für Betreiber bedeutet das ein neues Risiko, aber auch neue Chancen: Wer seinen Strom gezielt dann einspeist, wenn die Preise hoch sind, kann von der Direktvermarktung profitieren. Ein Energiespeicher hilft dabei, Solarstrom zeitlich zu verschieben, statt ihn bei niedrigen Börsenpreisen einspeisen zu müssen.

EEG-Novelle: Warum die Einspeisevergütung ab 2030 wegfällt

Grundlage für das neue Angebot ist eine geplante Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Sie sieht vor, dass neue Photovoltaik-Anlagen ab 2030 verpflichtend direkt vermarktet werden müssen. Die bisherige EEG-Einspeisevergütung, die Anlagenbetreibern über 20 Jahre einen festen Preis je Kilowattstunde garantiert, entfällt für diese Anlagen dann.

Die Bundesnetzagentur reguliert schon heute die Bedingungen für die Direktvermarktung größerer Anlagen. Mit der Novelle würde diese Pflicht erstmals auch kleine Dachanlagen betreffen, für die bislang die einfache Einspeisevergütung ausreichte. Wann der Gesetzgeber die Novelle final beschließt, stand zum Zeitpunkt der Ankündigung noch nicht fest.

Folgen für Hausbesitzer im Münsterland

Für Bauherren und Bestandskunden im Münsterland verschiebt sich damit die Kalkulation: Eine neue PV-Anlage, die nach 2030 ans Netz geht, kann nicht mehr allein auf eine über 20 Jahre feste Vergütung bauen. Wer heute plant, sollte die Anlage von Anfang an auf hohen Eigenverbrauch auslegen – etwa durch Batteriespeicher, eine Wallbox fürs E-Auto oder eine Wärmepumpe, die überschüssigen Solarstrom nutzt.

Ein Beispiel: Ein typisches Einfamilienhaus in Drensteinfurt mit einer 8-kWp-Anlage verbraucht ohne Speicher oft nur 25 bis 30 Prozent des erzeugten Stroms selbst. Mit Speicher und intelligenter Steuerung lässt sich dieser Anteil deutlich steigern – und damit die Abhängigkeit von schwankenden Börsenpreisen in der Direktvermarktung senken. Wer noch vor 2030 baut, sichert sich zudem die bisherige, planbare Einspeisevergütung für die volle Förderdauer.

Wettbewerb: Auch Modulhersteller positionieren sich neu

Parallel zur Debatte um die Direktvermarktung wirbt auch die Herstellerseite mit neuen Konzepten für die Energiewende. Der chinesische Modulhersteller Trina Solar kündigte an, integrierte Lösungen für die Energiewende zu zeigen. Konkrete technische Details oder Produktneuheiten nannte das Unternehmen in seiner Ankündigung jedoch nicht.

Solche Ankündigungen sind im Photovoltaik-Markt keine Seltenheit: Viele Hersteller werben mit integrierten oder smarten Gesamtlösungen aus Modulen, Wechselrichtern und Speichern, ohne im Detail zu erläutern, was sich dahinter verbirgt. Für Kaufentscheidungen zählen am Ende weniger Marketingbegriffe als Datenblätter, Garantiebedingungen und die tatsächliche Verfügbarkeit der Komponenten im deutschen Markt.

Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und dem Münsterland können sich bei der KW PV Solutions UG zur Direktvermarktung von Photovoltaik-Strom beraten lassen.

Quellen: solarserver.de · photovoltaik.eu

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