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Photovoltaik ohne Einspeisevergütung: Warum 40 % investieren

Photovoltaik Einspeisevergütung | KW Baustoffe GmbH

Vier von zehn Hauseigentümern in Deutschland planen den Kauf einer Solaranlage – und drei Viertel davon würden auch bei einer Einspeisevergütung von null Euro investieren. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Energiekonzerns Eon.

Die Bereitschaft zur PV-Investition ist laut der Eon-Umfrage bemerkenswert stabil: Rund 40 Prozent der befragten Hauseigentümer geben an, eine Photovoltaik-Anlage kaufen zu wollen. Noch aufschlussreicher ist, dass 75 Prozent dieser Gruppe auch dann investieren würden, wenn keine staatliche Vergütung für eingespeisten Strom mehr gezahlt wird.

Diese Verschiebung spiegelt einen fundamentalen Wandel im Verbraucherverhalten wider: War die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) jahrelang das wichtigste Kaufargument, rücken heute Eigenverbrauch und Unabhängigkeit von Stromanbieterpreisen in den Vordergrund. Die gesunkenen Modulpreise verstärken diesen Trend zusätzlich.

Eigenverbrauch schlägt Einspeisevergütung

Wer Strom aus dem Netz bezieht, zahlt in Deutschland je nach Tarif zwischen 25 und 40 Cent pro Kilowattstunde. Der Eigenverbrauch von selbst produziertem PV-Strom entspricht damit einer Rendite, die viele klassische Sparprodukte übertrifft. Kombiniert man die Anlage mit einem Energiespeicher, lässt sich der Eigenverbrauchsanteil auf 70 bis 80 Prozent steigern – eine Rechnung, die auch ohne Einspeisevergütung aufgeht.

Für neu installierte Anlagen liegt der Einspeisetarif je nach Anlagengröße nur noch zwischen 8 und 13 Cent pro Kilowattstunde – weit unter dem Eigenverbrauchswert von durchschnittlich 30 Cent. Das Modell Eigenverbrauch-First hat sich damit endgültig durchgesetzt.

Diese Unabhängigkeit betrifft nicht nur Neuanlagen: Auch Betreiber älterer Anlagen stehen vor einer ähnlichen Grundfrage – und ziehen zunehmend Repowering in Betracht.

Repowering: Alte Anlagen neu bewerten

Gleichzeitig nähern sich tausende PV-Anlagen aus den Anfangsjahren des EEG dem Ende ihrer garantierten Vergütungszeit. Nach 20 Jahren läuft die gesetzlich zugesicherte Einspeisevergütung aus – viele Betreiber fragen sich, ob ein Modul-Austausch sinnvoll ist. Aber auch weit vor Ablauf dieser Frist lohnt sich eine Kalkulation.

Beim Repowering werden ältere Solarmodule gegen leistungsstärkere Neugeräte ausgetauscht. Aktuelle Hochleistungsmodule erreichen Wirkungsgrade von 22 bis 25 Prozent – gegenüber 14 bis 16 Prozent bei Anlagen aus dem Jahr 2005. Auf derselben Dachfläche lässt sich damit deutlich mehr Strom erzeugen, ohne zusätzliche Fläche zu beanspruchen.

Wann rechnet sich der Modul-Austausch?

Ob ein Repowering wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab – und nicht allein vom Modulpreis:

  • Leistungsdegradation: Ältere Module verlieren jährlich 0,5 bis 1 Prozent ihrer Nennleistung. Bei einer 20 Jahre alten Anlage kann die reale Leistung um bis zu 20 Prozent unter dem ursprünglichen Wert liegen.
  • Wechselrichter-Kompatibilität: Neue, leistungsfähigere Module erfordern oft auch einen neuen Wechselrichter. Die Kosten für dieses Gerät müssen vollständig in die Kalkulation einfließen.
  • EEG-Vergütungsstatus: Wer noch Restzahlungen erhält, muss prüfen, ob ein vollständiger Modul-Austausch den bestehenden Förderanspruch verändert. In manchen Fällen startet nach einem kompletten Austausch eine neue 20-jährige EEG-Laufzeit – allerdings zum aktuell niedrigen Einspeisesatz.
  • Montage- und Abbaukosten: Demontage, Entsorgung und Neuinstallation machen häufig 30 bis 40 Prozent der Gesamtkosten aus. Diese Fixkosten entstehen unabhängig vom gewählten Modul.
  • Dachzustand: Vor dem Repowering empfiehlt sich eine Dachinspektion: Tragkonstruktion und Abdichtung müssen für eine neue Modulgeneration geeignet sein.

Fazit: PV lohnt sich jenseits der Förderlogik

Ob Neuinstallation oder Repowering – die Eon-Umfrage und aktuelle Marktdaten belegen: Photovoltaik hat sich von der Vergütungsabhängigkeit gelöst. Der wirtschaftliche Kern ist heute der selbst genutzte Strom, nicht mehr der staatliche Zuschuss.

Für Betreiber älterer Anlagen gilt: Eine individuelle Wirtschaftlichkeitsrechnung unter Berücksichtigung von Degradation, Wechselrichterkosten, Dachzustand und EEG-Status ist der einzig seriöse Weg zur Entscheidung. Standardformeln greifen hier zu kurz.

KW Baustoffe GmbH in Drensteinfurt beobachtet diesen Trend im regionalen Fachhandel: Sowohl Neuinstallationen als auch Modernisierungen älterer Dachanlagen gewinnen als Beratungsthemen deutlich an Bedeutung.

Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und NRW können sich bei der KW PV Solutions UG zu Photovoltaik-Investition und Repowering beraten lassen.

Quellen: Solarserver · Energie-Experten

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