Inhaltsverzeichnis

Tags:

Negative Strompreise: Batteriespeicher sichern PV-Rendite

negative Strompreise | KW Baustoffe GmbH

Negative Börsenpreise werden für Betreiber großer PV-Anlagen zum wachsenden Renditekiller – doch mit dem richtigen Speicherkonzept lässt sich gegensteuern. Parallel dazu belegt eine neue Studie: Solaranlagen entlang der Bahntrassen der Deutschen Bahn könnten den gesamten Strombedarf des Zugverkehrs decken und die Strompreise am Markt spürbar dämpfen.

Immer häufiger fallen die Börsenpreise für Strom in Deutschland unter null – ein Phänomen, das sich mit zunehmendem Solarausbau weiter verschärft. Betreiber von PV-Großanlagen ohne Speicher müssen in diesen Stunden Strom zu negativen Preisen einspeisen oder sogar Entschädigungen zahlen. Direktvermarkter e2m hat nun konkret vorgerechnet, wie stark ein angeschlossener Batteriespeicher die Rendite einer Freiflächenanlage verbessert.

Laut e2m-Auswertung steigt die Gesamtrendite einer PV-Anlage spürbar, wenn Stunden mit negativen Preisen durch Zwischenspeicherung überbrückt werden. Anstatt Verluste zu realisieren, wird der Solarstrom gepuffert und zu späteren Hochpreiszeiten ins Netz eingespeist. Der Effekt wächst proportional zur Marktvolatilität – und diese nimmt mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien zu.

Negativpreise entstehen typischerweise bei hoher Einspeisung aus Wind und Sonne bei gleichzeitig geringer Nachfrage – an sonnigen Wochenenden, Feiertagen oder in verbrauchsschwachen Stunden. Die Häufigkeit solcher Ereignisse hat sich in den vergangenen Jahren stark erhöht. Für Großanlagen, die an der Direktvermarktung teilnehmen, schlägt jede negative Stunde direkt auf den Ertrag durch.

Bahntrassen als Solarfläche: Studie sieht großes Potenzial

Unabhängig davon lenkt eine neue Studie den Blick auf ein bisher kaum erschlossenes Potenzial: das rund 8.000 Kilometer lange Streckennetz der Deutschen Bahn. Als größter Einzelstromverbraucher Deutschlands betreibt die DB ein eigenes 16,7-Hz-Bahnstromnetz. Forscher haben berechnet, dass die an Gleisen angrenzenden Flächen rechnerisch ausreichen, um den gesamten Strombedarf des Zugverkehrs mit eigenem Solarstrom zu decken.

Die wirtschaftlichen Folgen wären erheblich: Eine vollständige solare Eigenversorgung des Bahnnetzes würde nicht nur die Abhängigkeit der Deutschen Bahn vom allgemeinen Hochspannungsnetz reduzieren, sondern auch Börsenstrompreise und Netzentgelte senken. Weniger Großabnahme aus dem öffentlichen Netz bedeutet weniger Lastspitzen – und damit geringere Kosten für alle Netzteilnehmer.

Regulatorik bremst Bahnstrom-Solaranlagen aus

Trotz des belegten Potenzials stehen Solaranlagen am 16,7-Hz-Bahnstromnetz vor erheblichen Hürden. Die aktuellen technischen und regulatorischen Rahmenbedingungen benachteiligen sie systematisch gegenüber Anlagen am 50-Hz-Netz. Einspeisevergütungen, Netzanschlussvorschriften und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind auf das öffentliche Wechselstromnetz ausgelegt – das Bahnstromnetz fällt strukturell aus dem Raster.

Konkret bedeutet das: Bahnstrom-Solaranlagen erhalten keine EEG-Vergütung, können nicht am Marktprämienmodell teilnehmen und unterliegen eigenen Netzanschlussregeln der DB Energie GmbH. Investoren fehlt die Planungssicherheit, die für große Solarprojekte unverzichtbar ist. Die Studie fordert deshalb eine Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen, um dieses Flächenpotenzial wirtschaftlich erschließen zu können.

Strategische Parallelen für Anlagenbetreiber

Beide Entwicklungen folgen einer gemeinsamen Logik: Der Wert von Solarstrom hängt immer stärker davon ab, wann und wo er produziert und genutzt wird – nicht allein davon, wie viel erzeugt wird. Negative Börsenpreise machen Heimspeicher und gewerbliche Speicherlösungen zum wirtschaftlichen Muss, nicht mehr nur zur Komfortoption. Das Bahnstrom-Szenario illustriert zudem, wie groß die gesellschaftlichen Effizienzgewinne wären, wenn Solarstrom direkt am Verbrauchsort produziert werden könnte.

Für Gewerbebetriebe und Eigenheimbesitzer gilt Ähnliches: Wer eine Solaranlage ohne Speicher betreibt, lässt bei wachsender Marktvolatilität systematisch Rendite liegen. Die Kombination aus Photovoltaik und Speicherlösung entwickelt sich nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch zum Branchenstandard. KW Baustoffe GmbH aus Drensteinfurt beobachtet entsprechend steigende Nachfrage nach kombinierten PV- und Speicherlösungen aus dem Gewerbebereich.

Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und NRW können sich bei der KW PV Solutions UG zur Photovoltaik-Planung und Speichertechnik beraten lassen.

Quellen: Solarserver · energie-experten.org

Tags: