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Wärmepumpen-Absatz steigt um 40 %, Solarzubau sinkt

Luft-Wasser-Waermepumpe
Symbolbild: Waermepumpe (Foto: Andrianto Cahyono Putro / Unsplash)

Die Nachfrage nach Wärmepumpen zieht kräftig an, während der Zubau von Solaranlagen auf Gebäuden nachlässt. Das zeigt das September-Update des dena-Gebäudereports 2026. Neue Bewilligungszahlen der KfW bestätigen das Bild.

Heizungsmarkt: Absatz im ersten Halbjahr 2026 um 40 Prozent gestiegen

Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland 194.500 Wärmepumpen verkauft. Das sind 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gasheizungen kamen auf 134.000 Geräte, ein Plus von einem Prozent. Die Wärmepumpe erreicht damit einen Marktanteil von 55 Prozent, nach 48 Prozent im Jahr 2025.

Bereits im vergangenen Jahr war sie mit rund 299.000 Anlagen das meistverkaufte Heizsystem des Landes. Die Zahlen stammen aus dem Update September des Gebäudereports 2026 der Deutschen Energie-Agentur (dena). Der Trend hat sich damit nicht nur bestätigt, sondern beschleunigt.

dena-Geschäftsführerin Corinna Enders wünscht sich, dass diese Dynamik bald auch bei Gebäudeeffizienz, Dämmung und Fenstertausch sichtbar wird. Für Installateure bedeutet die Entwicklung vor allem eines: Die Nachfrage nach Wärmepumpen bleibt hoch, während der Absatz von Gasheizungen kaum wächst.

Neubau ist entschieden, im Bestand fehlt das Tempo

Im Neubau ist der Umstieg weitgehend vollzogen. 2025 kamen erneuerbare Energien, Strom und Fernwärme zusammen auf über 89 Prozent der fertiggestellten Wohngebäude, nach etwa 85 Prozent im Jahr 2024. Die Wärmepumpe allein erreichte knapp 74 Prozent. Gasheizungen fielen mit rund elf Prozent auf einen historischen Tiefstand.

Im Bestand verläuft der Wandel deutlich langsamer. Gasheizungen dominieren den Wohnungsbestand weiterhin. Ihr Anteil sank 2025 von 56,2 auf 56,1 Prozent, nachdem er in den Jahren zuvor lange gestiegen war. Der Anteil der Wärmepumpen wuchs 2025 gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent.

Enders sieht hier den größten Handlungsbedarf: Bei Bestandsgebäuden müsse das Tempo erhöht werden. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz und den neuen Bedingungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bestehe nun die nötige Klarheit. Jetzt komme es darauf an, die Regeln verständlich zu vermitteln und Eigentümern Planungssicherheit für Investitionen zu geben.

KfW bewilligt im Sommer mehr Heizungsanträge als im Vorjahr

Auch die Förderstatistik passt zu diesem Bild. Die KfW hat in den Monaten Juli und August deutlich mehr Anträge in der Heizungsförderung bewilligt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das berichtet das Fachportal Solarserver auf Grundlage von Daten des Bundeswirtschaftsministeriums.

Das Interesse an einer neuen Wärmepumpe bleibt demnach ungebrochen hoch. Die Förderung läuft über die BEG-Einzelmaßnahmen. Konkrete Antragszahlen nennt der vorliegende Auszug nicht; verbindlich sind die Angaben der KfW und des Ministeriums.

Für Eigentümer ist entscheidend, dass die Förderbedingungen nach Einschätzung der dena inzwischen als klar gelten. Wer einen Heizungstausch plant, muss also nicht mehr auf neue Regeln warten, sondern kann auf Basis konkreter Angebote entscheiden.

Gebäudesolar verliert an Tempo, Batteriespeicher legen zu

Beim Ausbau von Solarstrom auf Gebäuden zeigt der Bericht das gegenteilige Bild. Der Zubau von Photovoltaik-Anlagen ist im ersten Halbjahr 2026 um 17 Prozent gesunken. Als Gründe nennt die dena die geänderten Rahmenbedingungen im Solarspitzengesetz und die Unsicherheit bei der Förderung. Dennoch bleibt das Niveau hoch: Insgesamt wurde die Marke von rund 80 Gigawatt Gebäudesolar erreicht.

Stark wächst dagegen der Markt für Batteriespeicher. Genaue Zahlen nennt der vorliegende Auszug des Berichts nicht. Der Speicherzubau kann laut Bericht zur Netzstabilität beitragen.

Enders leitet daraus ab, dass die Gebäudewende künftig stärker als Technologie-Mix gedacht werden muss. Die Digitalisierung übernehme dabei eine verbindende Rolle. Mit einem forcierten Smart-Meter-Ausbau könnten neue digitale Geschäftsmodelle entstehen, die den Umbau des Gebäudebestands vorantreiben.

Was die Zahlen für das Münsterland bedeuten

Bundesweit stellt Gas weiterhin den größten Anteil im Wohnungsbestand. Auch bei älteren Einfamilienhäusern im Münsterland lohnt daher der Blick auf einen Umstieg. Bevor ein Gerät ausgewählt wird, sollten Eigentümer Heizlast, Vorlauftemperatur und Dämmzustand des Hauses prüfen lassen. Sie entscheiden darüber, ob eine Wärmepumpe effizient arbeitet.

Wer zugleich eine Solaranlage plant, sollte die geänderten Regeln des Solarspitzengesetzes einkalkulieren und einen Speicher gleich mitdenken. Der Rückgang beim Zubau zeigt, dass Planungssicherheit für viele Bauherren zum Engpass geworden ist. Eine sorgfältige Wirtschaftlichkeitsrechnung für das eigene Dach ersetzt hier pauschale Erwartungen.

Fachbetriebe in der Region können weiter mit hoher Nachfrage nach Wärmepumpen rechnen. Bei der Materialplanung für solche Projekte steht KW Baustoffe in Drensteinfurt als Ansprechpartner zur Verfügung.

Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und dem Münsterland können sich bei der KW PV Solutions UG zu Wärmepumpen beraten lassen.

Quellen: elektrowirtschaft.de · Solarserver

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