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Mexiko: 5 GW dezentrale Photovoltaik in 600.000 Anlagen

dezentrale Photovoltaik | KW Baustoffe GmbH

Mexiko hat Ende 2025 die Marke von 5 Gigawatt dezentraler Photovoltaik-Kapazität überschritten – mit 600.368 Anlagen und einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 12,1 Milliarden Euro. Die Entwicklung zeigt, wie unterschiedliche regulatorische Modelle den weltweiten Solarausbau antreiben.

Die mexikanischen Zahlen belegen einen markanten Markthochlauf: 5.164,98 Megawatt installierte Kapazität auf 600.368 registrierten Photovoltaik-Anlagen – das entspricht einer Durchschnittsleistung von 8,64 Kilowatt-Peak pro System. Die Nationale Energiekommission (CNE) dokumentiert die Entwicklung von 2007 bis 2025. Der eigentliche Wachstumsschub begann erst nach 2017, als die Resolution RES/142/2017 erstmals einen einheitlichen rechtlichen, technischen und finanziellen Rahmen für dezentrale Einspeisung schuf. Photovoltaik dominiert dabei mit über 99,5 Prozent aller dezentralen Erzeugungskapazitäten in Mexiko.

Die Gesamtinvestition in die dezentralen Solaranlagen schätzt die CNE auf rund 12,1 Milliarden Euro – berechnet auf Basis eines Durchschnittswertes von rund 2.340 Euro pro Kilowatt-Peak. Die durchschnittliche Systemgröße von 8,64 Kilowatt-Peak entspricht der Größenordnung typischer Dachinstallationen auf Einfamilienhäusern in Deutschland. Systeme bis 50 Kilowatt-Peak stellen 98,23 Prozent aller registrierten Anmeldungen und liefern 3.251 Megawatt der Gesamtkapazität. Privathaushalte und kleines Gewerbe tragen den mexikanischen Solarmarkt – ein Muster, das sich ähnlich in europäischen Märkten zeigt.

Net Metering statt Einspeisevergütung

Das zentrale Marktmodell ist Net Metering, das 98,9 Prozent aller Anlagen umfasst: 593.607 Anlagen mit zusammen 5.113 Megawatt verrechnen eingespeisten Überschussstrom direkt gegen den eigenen Netzbezug. Eine staatliche Vergütung je Kilowattstunde existiert nicht – der wirtschaftliche Vorteil entsteht ausschließlich durch die Reduktion der Strombezugskosten. Ein weiteres Modell, das Brutto-Energieabrechnungsregime, umfasst nur 504 Anlagen mit 3,43 Megawatt und spielt bislang keine wesentliche Rolle.

Dieses Modell unterscheidet sich fundamental vom deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Hierzulande erhalten Betreiber von Solaranlagen für 20 Jahre eine gesetzlich garantierte Einspeisevergütung – ein Fördermodell, das Planungssicherheit bietet, Finanzierungskosten senkt und in Deutschland zu einer der weltweit höchsten Solarkapazitäten pro Einwohner geführt hat. Mexikos Net-Metering-Ansatz kommt ohne direkte staatliche Förderung vergleichbar mit KfW-Krediten oder BAFA-Zuschüssen aus. Dass trotzdem mehr als 600.000 Anlagen entstanden sind, zeigt: Wirtschaftliche Eigenverbrauchsoptimierung kann als alleiniger Treiber einen Markt aufbauen – auch ohne staatliche Subventionsarchitektur.

Jalisco vorn – Großanlagen überproportional leistungsstark

Regional führt der Bundesstaat Jalisco im Westen Mexikos mit 99.949 Anlagen und 747,67 Megawatt installierter Leistung. Der nationale Durchschnitt liegt bei 162 Megawatt pro Bundesstaat. Überproportional zur Anlagenanzahl tragen Großsysteme bei: Installationen zwischen 250 und 500 Kilowatt stellen nur 0,4 Prozent aller Anlagen, liefern aber 989 Megawatt – rund 19 Prozent der gesamten net-gemessenen Kapazität. Im deutschen Gewerbesegment kennt man dieselbe Dynamik: Wenige große Anlagen treiben den Leistungsausbau, während kleine Hausanlagen die Stückzahl dominieren.

Was Mexikos Wachstum für den deutschen Markt bedeutet

Der globale Ausbau dezentraler Solaranlagen treibt die Nachfrage nach Solarmodulen und Wechselrichtern auf historisch hohe Stückzahlen. Mexiko, Europa, Australien und Teile Asiens bauen dezentrale Kapazitäten parallel aus – diese globale Nachfrageskalierung ist ein wesentlicher Faktor für die Preissenkungen bei Solarkomponenten, von denen auch deutsche Installateure und Endkunden profitieren. Mexiko ist kein Ausreißer, sondern Teil eines Trends, der Lieferketten und Komponentenverfügbarkeit für NRW-Betriebe direkt beeinflusst.

Für deutsche Hausbesitzer und Investoren bleibt der internationale Vergleich in einem wichtigen Punkt relevant: Das EEG-Modell mit gesetzlich garantierter Einspeisevergütung über 20 Jahre, ergänzt durch zinsgünstige KfW-Finanzierung und BAFA-Investitionszuschüsse, bietet Rahmenbedingungen, die weltweit einzigartig sind. Dass andere Länder ohne diese Subventionsstruktur ähnliche Ausbauergebnisse erzielen, spricht für die grundsätzliche Wirtschaftlichkeit dezentraler Solarenergie – und zeigt, dass der deutsche Förderrahmen die Investitionsrechnung hierzulande nochmals deutlich verbessert.

KW Baustoffe GmbH in Drensteinfurt beliefert Installationsbetriebe und Gewerbetreibende in NRW mit Solarkomponenten für dezentrale Eigenverbrauchsanlagen – von der Einzelkomponente bis zur vollständigen Systemkonfiguration für Neubauten und Bestandsgebäude.

Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und NRW können sich bei der KW PV Solutions UG zur Photovoltaik-Planung und Eigenverbrauchsoptimierung beraten lassen.

Quellen: pv magazine Global

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