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KfW Förderung: Kredit 570 und 34.000 Wärmepumpen-Anträge

KfW Förderung Wärmepumpe | KW Baustoffe GmbH

Die KfW hat im Juni 2026 zwei deutliche Signale für die Energiewende gesetzt: Mit dem neuen Kreditprogramm 570 „Erneuerbare Energien – Plus“ können Großprojekte künftig bis zu 150 Millionen Euro ohne EEG-Vergütung finanzieren – während die Heizungsförderung im Mai mit knapp 37.000 bewilligten Anträgen auf anhaltend hohem Niveau liegt, davon rund 34.000 allein für Wärmepumpen.

Programm 570: Kreditfinanzierung für PPA-Projekte

Seit dem 18. Juni 2026 ergänzt das KfW-Programm 570 „Erneuerbare Energien – Plus“ das bestehende Standardprogramm 270. Der wesentliche Unterschied liegt im Förderrahmen: Während das Programm 270 allgemein erneuerbare Energieprojekte unterstützt, ist das neue Programm 570 als staatliche Beihilfe konzipiert und richtet sich ausschließlich an Vorhaben, die über Power Purchase Agreements (PPAs) – also privatwirtschaftliche Direktlieferverträge ohne staatliche Einspeisevergütung – finanziert werden. Eine Kumulierung mit gesetzlichen Vergütungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist explizit ausgeschlossen.

Förderfähig sind Photovoltaik-, Wind- und Speicherprojekte in Deutschland sowie im europäischen Ausland. Auch Tiefe Geothermie und Großwärmepumpen sind ausdrücklich einbezogen. Die KfW ermöglicht eine Vollfinanzierung von bis zu 100 Prozent der Investitionskosten – der Kreditrahmen liegt bei maximal 150 Millionen Euro pro Projekt. Das macht das Programm besonders attraktiv für Projektierer, die große Anlagen ohne substanzielle Eigenkapitalquote realisieren möchten.

Für Projektierer und Investoren, die Anlagen ohne staatlich gesicherte Vergütungen betreiben wollen, schafft das Programm einen direkten Zugang zu günstigem Fremdkapital. Der wachsende PPA-Markt in Deutschland und Europa erhält damit ein konkretes Finanzierungsinstrument. PPAs gelten als marktnähere Alternative zur EEG-Einspeisevergütung und ermöglichen Unternehmen, Strom direkt von Erzeugern zu beziehen – ohne staatliche Zwischenvergütung. Diese Form der Direktvermarktung gewinnt im deutschen Energiemarkt seit Jahren an Bedeutung.

Das Programm adressiert ausdrücklich auch Energiespeicher – was auf die steigende Bedeutung netzgekoppelter Speicherprojekte im Gewerbe- und Industriebereich hinweist. Großspeicher spielen eine Schlüsselrolle bei der Netzstabilisierung und der Vermarktung von überschüssigem Solarstrom zu Spitzenlastzeiten. Die Einbeziehung in das Förderprogramm schafft neue Finanzierungsperspektiven für Betreiber ohne EEG-Vergütungsanspruch.

BEG-Heizungsförderung: Wärmepumpe dominiert weiterhin

Parallel zur neuen Unternehmensförderung zeigen die BEG-Zahlen für Mai 2026 eine robuste Privatnachfrage: Die KfW hat im vergangenen Monat knapp 37.000 Förderanträge für neue Heizungsanlagen bewilligt. Davon entfielen rund 34.000 Anträge auf Wärmepumpen – ein Anteil von fast 92 Prozent aller bewilligten Heizungsförderungen. Das Niveau entspricht dem anhaltend hohen Interesse an der Technologie seit der BEG-Reform im Jahr 2024.

Die Zahlen belegen, dass die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) trotz politischer Debatten der vergangenen Jahre weiterhin stark in Anspruch genommen wird. Wärmepumpen haben sich als klar bevorzugte Technologie bei der Heizungsmodernisierung etabliert. Die Nachfrage bleibt stabil, was auf ein anhaltendes Interesse der Hausbesitzer an der Umrüstung veralteter Gas- und Ölheizungen hindeutet. Für Installateure und Fachbetriebe im Heizungsbereich bedeutet das weiterhin eine verlässliche Auftragslage.

Branchenbeobachter werten die stabilen Antragsvolumina als Zeichen, dass sich der Markt trotz gestiegenem Zinsniveau und verhaltener Baukonjunktur stabilisiert hat. Die Bundesregierung und die KfW haben mit der reformierten BEG-Förderung ein Instrument geschaffen, das offensichtlich angenommen wird. Ob die aktuellen Monatszahlen ein strukturell hohes Niveau markieren oder noch Wachstumspotenzial haben, bleibt abzuwarten – die bisherigen Daten sprechen für Ersteres.

Einordnung: Zwei Förderebenen, ein Ziel

Die beiden KfW-Entwicklungen adressieren unterschiedliche Zielgruppen, verfolgen aber dasselbe übergeordnete Ziel: die Beschleunigung der Energiewende durch gezielte Finanzierungshilfen. Das Kreditprogramm 570 richtet sich an gewerbliche Projektierer und institutionelle Investoren, die erneuerbare Großanlagen ohne EEG-Garantien realisieren wollen. Die BEG-Heizungsförderung hingegen unterstützt private Hausbesitzer und kleine Gewerbebetriebe beim Wechsel zu klimafreundlichen Heizsystemen.

Gemeinsam verdeutlichen beide Programme: Die KfW setzt auf eine breite Förderarchitektur – von der privaten Wärmepumpe im Einfamilienhaus bis zum 150-Millionen-Euro-Kredit für europäische Großprojekte im Bereich erneuerbarer Energien. Für Installateure, Planer und Fachbetriebe bedeutet das konkret: anhaltend hohe Nachfrage bei Heizungsmodernisierungen und parallel wachsende Projektvolumina im gewerblichen Sektor.

KW Baustoffe GmbH in Drensteinfurt hält für Hausbesitzer und Installateure in NRW passendes Sortiment rund um Heiztechnik und erneuerbare Energien bereit und verfolgt die Förderentwicklungen der KfW fortlaufend.

Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und NRW können sich bei der KW PV Solutions UG zur Wärmepumpen-Förderung und zur Photovoltaik-Planung beraten lassen.

Quellen: energie-experten.org · Solarserver

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