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Wärmepumpen im Mehrfamilienhaus: Thermondo steigt ein

Wärmepumpen Mehrfamilienhaus | KW Baustoffe GmbH

Der Berliner Heizungsanbieter Thermondo gründet einen neuen Geschäftsbereich für Mehrfamilienhäuser im Bestand. Zeitgleich fördert die KfW mit dem neuen Programm 570 Erneuerbare-Energien-Projekte ohne EEG-Vergütung, darunter Großwärmepumpen.

Neuer Geschäftsbereich für den Gebäudebestand

Die Berliner Thermondo will künftig auch Mehrfamilienhäuser im Gebäudebestand mit Wärmepumpen ausrüsten. Dafür hat das Unternehmen einen neuen Geschäftsbereich gegründet, wie das Fachportal Solarserver berichtet.

Die Meldung nennt weder Stückzahlen noch Preise oder Starttermine. Offen bleibt damit, wie schnell der Bereich wächst und welche Objektgrößen er abdeckt. Auch zur Finanzierung der Projekte macht der Bericht keine Angaben.

Der Schritt passt zu einer Entwicklung im Markt: Der Wärmesektor lässt sich nicht allein über Einfamilienhäuser umstellen. Auch Gebäude mit mehreren Wohneinheiten müssen von Öl und Gas wegkommen. Genau dort sind die Aufgaben aber komplexer als im Einzelhaus.

Warum das Mehrfamilienhaus eine eigene Aufgabe ist

Im Mehrfamilienhaus treffen mehrere Parteien Entscheidungen. Eigentümergemeinschaften, Vermieter und Mieter haben unterschiedliche Interessen. Das verlängert die Planung, lange bevor der erste Handwerker anrückt.

Hinzu kommt die Technik. Im Bestand hängen oft hohe Heizlasten an Heizkörpern, die für hohe Vorlauftemperaturen ausgelegt wurden. Die Planer müssen prüfen, ob die vorhandene Heizungsverteilung zur Wärmepumpe passt oder ob Heizflächen getauscht werden müssen. Außerdem braucht die Anlage einen geeigneten Aufstellort, und der Schallschutz zu den Nachbarn muss stimmen.

Ein spezialisierter Geschäftsbereich kann diese Fragen bündeln. Ob Thermondo damit schneller und günstiger arbeitet als bestehende Fachbetriebe, lässt sich anhand der bisherigen Meldung nicht beurteilen. Das zeigen erst die ersten abgeschlossenen Projekte.

KfW-Programm 570 für Projekte ohne EEG-Vergütung

Parallel hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum 18. Juni 2026 das Programm 570 „Erneuerbare Energien – Plus“ eingeführt, wie das Portal energie-experten.org meldet. Es richtet sich an Projekte, die ohne Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auskommen, etwa weil sie auf marktabhängige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) setzen.

Nach Angaben des Portals können Vorhaben pro Projekt bis zu 150 Millionen Euro an Krediten erhalten. Das Programm erlaubt bis zu 100-prozentige Finanzierungen. Gefördert werden Photovoltaik, Wind und Speicher sowie Tiefe Geothermie und Großwärmepumpen. Das gilt in Deutschland und im europäischen Ausland.

Anders als das Standardprogramm 270 ist das Programm 570 eine Beihilfevariante. Es enthält ein Kumulierungsverbot: Wer gesetzliche Vergütungen bezieht, kann es nicht zusätzlich nutzen. Die Details und Antragswege veröffentlicht die KfW auf ihrer Website.

Was beide Meldungen verbindet und was nicht

Die beiden Nachrichten haben zunächst nichts miteinander zu tun. Die Quellen stellen keinen Zusammenhang zwischen Thermondos neuem Geschäftsbereich und dem KfW-Programm her. Es gibt keinen Beleg, dass Mehrfamilienhaus-Projekte über das Programm 570 laufen.

Das Programm zielt nach der Beschreibung auf große Vorhaben mit Investitionssummen im Millionenbereich. Ein Mehrfamilienhaus im Bestand liegt in der Regel deutlich darunter. Für solche Sanierungen gelten andere Förderwege. Wer eine Förderung plant, sollte die Voraussetzungen vor Auftragsvergabe bei den Förderstellen prüfen.

Gemeinsam zeigen beide Meldungen, dass Anbieter und Förderbanken den Wärmesektor stärker in die Breite und in die Größe bringen wollen. Großwärmepumpen für Quartiere und Wärmepumpen für einzelne Mehrhäuser sind dabei zwei Seiten derselben Entwicklung.

Einordnung für das Münsterland

Im Münsterland gibt es neben Einfamilienhäusern viele Mehrfamilienhäuser aus verschiedenen Baujahren, in Städten wie in Dörfern. Für ihre Eigentümer ist die Frage relevant, wie sich der Wechsel auf eine Wärmepumpe organisieren lässt. Neue Anbieter im Markt können das Angebot erweitern und zusätzliche Kapazität für Planung und Einbau schaffen.

Eigentümer sollten vor einer Entscheidung mehrere Angebote einholen und die technischen Eckdaten vergleichen: Heizlast, Vorlauftemperatur, Aufstellort und mögliche Ergänzung durch eine Photovoltaik-Anlage. Regionale Fachbetriebe kennen die örtlichen Gegebenheiten und Netzbetreiber.

Für Installateure bedeutet ein größerer Wettbewerber im Mehrfamilienhaus-Segment zusätzlichen Druck, aber auch einen wachsenden Markt. Wer Material, Komponenten oder Beratung für solche Projekte braucht, findet in Drensteinfurt einen Ansprechpartner für die Region. Entscheidend bleibt eine saubere Planung vor dem ersten Angebot.

Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und dem Münsterland können sich bei der KW PV Solutions UG zu Wärmepumpen im Mehrfamilienhaus beraten lassen.

Quellen: Solarserver · energie-experten.org

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