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Wärmepumpen-Absatz: 195.000 Geräte im Halbjahr

Heat pump on a wall (Symbolbild: Wärmepumpen-Absatz)
Foto: Alexarje / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

195.000 Wärmepumpen wechselten in der ersten Jahreshälfte den Besitzer und landeten in deutschen Heizungskellern. Der Bundesverband Wärmepumpe zieht eine positive Zwischenbilanz und sieht sinkende Strompreise als Voraussetzung dafür, dass der Trend anhält. Für Hausbesitzer im Münsterland ist das ein Signal, den Heizungstausch jetzt anzugehen.

Bundesverband Wärmepumpe zieht positive Halbjahresbilanz

195.000 Wärmepumpen fanden in den ersten sechs Monaten den Weg in deutsche Heizungskeller. Das meldet der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) in seiner aktuellen Marktübersicht. Der Verband spricht von einer positiven Entwicklung und sieht den Markt insgesamt auf einem stabilen Kurs.

Für Installateure und Fachbetriebe bedeutet die Zahl vor allem eines: Die Wärmepumpe etabliert sich weiter als Standardlösung im Neubau und zunehmend auch im Bestand. Der BWP führt die Entwicklung auf mehrere Faktoren zurück, macht aber deutlich, dass der Trend kein Selbstläufer ist. Ohne stabile Rahmenbedingungen könnte sich das Wachstumstempo wieder verlangsamen, warnt der Verband.

Sinkende Strompreise als Voraussetzung für weiteres Wachstum

Damit sich die positive Entwicklung fortsetzt, seien laut Verband vor allem sinkende Strompreise entscheidend. Die Betriebskosten einer Wärmepumpe hängen unmittelbar am Strompreis, da sie den Großteil ihrer Heizleistung aus Strom gewinnt. Steigen die Kosten pro Kilowattstunde, verschlechtert sich die Wirtschaftlichkeit gegenüber Gas- oder Ölheizungen spürbar.

Der Strompreis für Verbraucher setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:

  • Beschaffungskosten am Strommarkt
  • Netzentgelte für Übertragung und Verteilung
  • Steuern, Umlagen und Abgaben

Sinken diese Bestandteile in der Summe, verbessert sich die Rechnung für alle, die bereits auf eine Wärmepumpe umgestiegen sind, spürbar. Steigen sie, schmilzt der Kostenvorteil gegenüber fossilen Heizungen entsprechend wieder ab.

Die Bundesregierung hat mit dem Gebäudeenergiegesetz den Rahmen für den Heizungstausch gesetzt. Neue Heizungen müssen seither schrittweise überwiegend mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Ob Hausbesitzer diesen Weg freiwillig oder aus Pflicht wählen, hängt am Ende auch davon ab, wie stark sich Strom gegenüber fossilen Energieträgern in den kommenden Jahren verbilligt.

Photovoltaik und Wärmepumpe: Kombination senkt die Stromkosten

Wer den Strompreis nicht abwarten will, kann ihn selbst beeinflussen. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach liefert einen Teil des Stroms, den die Wärmepumpe benötigt, direkt und ohne Netzentgelte. Besonders in den Übergangsmonaten Frühling und Herbst lässt sich so ein spürbarer Anteil des Wärmepumpen-Stroms selbst erzeugen.

Für Betriebe, die ohnehin über eine Solaranlage nachdenken, ist die Kombination mit einer Wärmepumpe deshalb naheliegend. Sie verringert die Abhängigkeit von schwankenden Strompreisen und macht die Investition in beide Systeme wirtschaftlich attraktiver, als sie einzeln zu betrachten. Ein Energiespeicher kann zusätzlich helfen, selbst erzeugten Strom auch abends für die Wärmepumpe verfügbar zu machen.

Was die Zahlen für Hausbesitzer im Münsterland bedeuten

Auch im Münsterland ist der Heizungstausch längst kein Nischenthema mehr. Viele Ein- und Zweifamilienhäuser aus den 1980er- und 1990er-Jahren stehen vor der Entscheidung, ob die alte Öl- oder Gasheizung ersetzt wird. Die bundesweite Absatzentwicklung zeigt, dass sich immer mehr Eigentümer dabei für eine Wärmepumpe statt für eine erneute fossile Lösung entscheiden.

Auch die Beratung vor Ort spielt eine wichtige Rolle. Nicht jedes Bestandsgebäude eignet sich ohne Weiteres für eine Wärmepumpe, die richtige Heizkörperauslegung und Dämmung entscheiden mit über die Effizienz im Alltag. Wer unsicher ist, sollte sich das Gebäude vor der Entscheidung von einem Fachbetrieb genau ansehen lassen.

Wer sich für den Umstieg interessiert, sollte Fördermöglichkeiten, Gebäudezustand und die passende Dimensionierung frühzeitig prüfen lassen. In Drensteinfurt und Umgebung lässt sich das direkt vor Ort klären, statt sich ausschließlich auf bundesweite Marktdaten zu verlassen.

Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und dem Münsterland können sich bei der KW PV Solutions UG zur Wärmepumpen-Planung beraten lassen.

Quellen: photovoltaik.eu · top50-solar.de

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