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Eku Energy baut 400-MW-Batteriespeicher in Niedersachsen

Batteriespeicher | KW Baustoffe GmbH

Eku Energy errichtet in Niedersachsen einen Batteriespeicher mit 400 Megawatt Leistung und 1.600 Megawattstunden Kapazität – eines der größten Projekte dieser Art in Deutschland. Die Anlage namens „Dion“ im Ort Lampringe soll Ende 2029 in Betrieb gehen und direkt ans Übertragungsnetz angeschlossen werden.

Der britisch-australische Investor Eku Energy steigt in den deutschen Markt ein und plant bis Ende 2029 einen Batteriespeicher mit 400 Megawatt Leistung und 1.600 Megawattstunden Kapazität im niedersächsischen Lampringe. Das Projekt trägt den Namen „Dion“ und zählt gemessen an der Speicherkapazität zu den größten Anlagen, die derzeit in Deutschland geplant werden.

Vier Stunden Speicherdauer und direkter Netzanschluss

Das Projekt ist als 4-Stunden-Speicher konzipiert: Bei voller Leistung von 400 Megawatt kann die Anlage über vier Stunden Energie ins Netz abgeben. Geplant ist ein direkter Anschluss ans Übertragungsnetz. Darüber hinaus soll der Speicher mit netzbildenden Eigenschaften sowie Schwarzstartfähigkeit ausgestattet werden – Fähigkeiten, die in einem von Erneuerbaren dominierten Stromsystem zunehmend gefragt sind. Herkömmliche Großkraftwerke, die diese Systemdienstleistungen bisher bereitstellen, werden schrittweise abgeschaltet.

Als Technologiepartner hat Eku Energy den langjährigen Lieferanten Fluence verpflichtet. Fluence soll Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) für das Projekt liefern. Diese Technologie gilt als besonders langlebig und thermisch stabil und hat sich international als Standard für stationäre Großspeicher etabliert.

Projektrechte von deutschem Entwickler Nion erworben

Eku Energy hat die Projektrechte für „Dion“ vom deutschen Entwickler Nion erworben. Nion bleibt für die weitere Umsetzung bis zum sogenannten Financial Close verantwortlich – dem Zeitpunkt, ab dem die Finanzierung gesichert und der Bau formal freigegeben ist. Parallel übernimmt Eku Energy die strategische Steuerung in den Bereichen Entwicklung, Design und Technologie. Das Unternehmen gab dies am 30. Juni 2026 bekannt; das Projekt befinde sich in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase.

Für Eku Energy ist „Dion“ der erste Schritt einer langfristigen Präsenz in Deutschland. Für das kommende Jahr plant das Unternehmen die Eröffnung eines deutschen Büros. Zudem suche Eku Energy nach weiteren Partnern entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette – insbesondere für Speicherprojekte sowie langfristige Stromabnahme- und Vermarktungsmodelle. Das Unternehmen gehört zur British Columbia Investment Management Corporation und zu einem von Macquarie Asset Management verwalteten Fonds. Macquarie Asset Management verantwortet ein Kapital von umgerechnet rund 335 Milliarden Euro.

Multi-Use-Strategie: Langfristverträge und Spotmarkt kombiniert

Eku-Energy-Finanzchefin Erin Lee erläuterte beim Markteinstieg die Vermarktungsstrategie des Unternehmens: „Unsere besondere Stärke liegt in der Verbindung von Technologie-Know-how und fundierter Vermarktungserfahrung. In unseren Multi-Use-Projekten kombinieren wir langfristige Abnahmeverträge mit der Teilnahme an Strombörsen.“ Das Modell zielt darauf ab, stabile Erträge mit kurzfristigen Marktchancen zu verbinden.

Konkret bedeutet das: Langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, kurz PPAs) sichern einen planbaren Grundertrag, während die Teilnahme am kurzfristigen Spotmarkt zusätzliche Erlöse aus Preisspitzen ermöglicht. Für institutionelle Investoren mit langen Anlagehorizonten ist dieses Modell attraktiv, da es Planungssicherheit mit Renditepotenzial verbindet.

Großspeicher als Baustein der Energiewende

Der Bedarf an leistungsfähigen stationären Speichern wächst in Deutschland mit dem steigenden Anteil von Solar- und Windstrom. Batteriespeicher puffern kurzfristige Einspeiseschwankungen, stellen Regelenergie bereit und können in Ausnahmesituationen beim Wiederaufbau des Stromnetzes nach einem Blackout (Schwarzstart) mitwirken. Die Bundesnetzagentur und die deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben den Bedarf an systemdienlichen Großspeichern zuletzt klar kommuniziert.

Das Projekt in Lampringe trifft damit auf eine strukturell günstige Nachfragesituation. Allerdings ließ Eku Energy offen, ob für den Standort bereits alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen oder welche Verfahrensschritte noch ausstehen. Auch zur geplanten Finanzierungsstruktur äußerte sich das Unternehmen nicht konkret. Ein realisiertes Projekt mit 1.600 Megawattstunden Kapazität würde die bisherige Dimension heimischer Großspeicher erheblich übertreffen – sofern es bis Ende 2029 wie geplant umgesetzt wird.

KW Baustoffe GmbH in Drensteinfurt verfolgt die Entwicklung des deutschen Batteriespeichermarktes und informiert regelmäßig über relevante Projekte und Technologien rund um die Energiewende.

Hausbesitzer und Installateure aus Drensteinfurt und NRW können sich bei der KW PV Solutions UG zu Batteriespeicher-Projekten und Speicherlösungen beraten lassen.

Quellen: pv-magazine.de

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